Kalter Januarmorgen am Adlerbogen

Der Adlerbogen bei Dannenfels

05:20 Uhr an einem Samstag, ein kalter Januarmorgen, neblig und der Wecker ist gnadenlos. Verdammt, und ich bin noch soo müde. Aber was tut man nicht alles für einen geplanten Trip zum Fotografieren.
Natürlich komme ich mal wieder zu spät zum vereinbarten Treffpunkt, aber mein Kumpel Alex ist sehr nachsichtig mit mir – vermutlich ist er auch noch müde und denkt sich, was zum Teufel tu ich hier.
Ein kalter Januarmorgen, wenn Andere sich nochmal umdrehen, da machen wir einen Trip in die Donnersberg-Region nach Dannenfels. Dort gibt es ein Bauwerk, welches uns unabhängig voneinander ins Schwärmen gebracht hat. Mystisch, geheimnisvoll und so, als ob es ein Überbleibsel aus der Herr der Ringe Trilogie wäre.
Der Nebel und die Straßenglätte zwingen uns zu einer sehr langsamen Fahrweise. Man sieht kaum den nächsten Begrenzungspfosten der Leitplanken, geschweige denn Verkehrsschilder. Ohne Navi fast ein Unding.
Doch wir erreichen unser Ziel kurz nach 7 Uhr und machen uns mit unseren Rucksäcken und Stativen an den Aufstieg. In völliger Dunkelheit, ständig nach einem festen Stand suchend, waren wir wie zwei „Hobbits auf dem Weg nach Mordor“. Der Tau fiel von den Bäumen, gefror auf den Blättern und den Steinen auf dem Weg. Es entstand eine seltsame Atmosphäre, verbunden mit den Geräuschen der Nacht im Wald. Eine rutschige Angelegenheit, aber wir erreichten unser Ziel den „ADLERBOGEN“ noch vor Sonnenaufgang.

Wer, wann, warum…soviele Fragen

Der Adlerbogen (wegen dem Reichsadler auf der Spitze), bzw. Moltkebogen zu Ehren des Generalfeldmarschalls von Moltke, wurde in den Jahren 1870/71 südlich von Dannenfels unterhalb eines Wanderweges bei etwa 544 m über NN errichtet. Er steht auf den Moltkefelsen auf der Ostflanke des Donnersbergs. Im Laufe der Zeit mehrfach beschädigt wurde er aber immer wieder restauriert.
Das Wetter war nicht so, wie wir es uns wünschten, aber wir haben versucht das Beste aus der Situation zu machen. Sicher waren wir uns bei der Rückkehr aber, dass wir solche Ausflüge zum fotografieren jetzt öfters planen werden.
Ein Dank auch an unsere Frauen, die uns Zwei mit einem kräftigen Frühstück zuhause erwarteten.