Das Motto dieses Urlaubes auf Fuerteventura in Morro Jable ist dieses Mal schwer in Worte zu fassen. Verarbeiten, Verstehen, Herunterkommen, Akkus aufladen und einfach nur Ruhe fern der Heimat finden. Mein sehnlichster Wunsch war, als wir in den Flieger stiegen, dass meine Frau genau dieses und wieder zu sich finden kann. Die Leere und Hilflosigkeit mit dem erlittenen Verlust hat ihre Kräfte in den letzten sechs Monaten aufgezehrt und sie an den Rand ihrer Belastungsgrenze gebracht. Deshalb musste ich alles tun damit es ihr in der Zeit gut geht.
Ein Schiff ankert einsam vor den Felsen
Nach den Stornierungen unserer gebuchten Reisen im Oktober, sowie über Weihnachten und Silvester, freuten wir uns riesig auf ein paar Tage in Morro Jable, auf der wunderschönen Insel Fuerteventura verbringen zu können. Wie gewohnt wurden wir von einem Taxi des Hotels am Flughafen abgeholt und fuhren in den Süden der Insel. Schon beim Betreten des Hotels schlug uns ein herzliches Willkommen entgegen und ein Begrüßungssekt vor dem Panoramafenster, mit dem Blick auf den türkisgrünen Atlantik, zauberte ein Strahlen auf unsere Gesichter. Ein Gefühl wie Nachhausekommen, dass wir auch gleich Freunde aus Köln wieder getroffen haben, war dann das Sahnehäubchen on top. Es war die richtige Wahl zur richtigen Zeit und ich wusste, dass Morro Jable – what else das Motto sein wird.
Frühling in Morro Jable
Morro Jable Strand und Fährhafen
Der nächste Schauer kommt bestimmt
Blick auf den Fischerort Morro Jable
Baywatch in Morro Jable
Strandpromenade nach Jandia
Strandpromenade nach Jandia
Strand unterhalb der Marienstatue
Traum in Türkis
Tage des Nichtstuns
Sind für mich eigentlich jenseits der Hallig Langeneß nicht möglich. Leute, was soll ich sagen, es geht. Die Spaziergänge am Strand an den ersten Tagen waren Balsam für die Seele und es machte mich glücklich meine Frau beim Beobachten zu beobachten. Oft erhellte ein kleines Lächeln ihr trauriges Gesicht und die Worte „so schön“ kamen über ihre Lippen. Gerade dafür liebe ich sie so. Wir taten das wozu sie Lust hatte und ich ließ meine Kamera im Koffer. Die unsagbare Freundlichkeit des Personals, das Zusammentreffen mit Stammgästen, unsere Freunde aus Köln ließen die Tage im Flug vergehen. Bummeln im kleinen Ort Morro Jable, auf dem Markt oder auf Jandia’s Shopping-Meile sorgten für Zerstreuung und das leckere Eis im Eiscafé Magdalena taten der Seele gut, aber nicht den Hüften.
Einfach wirken lassen
Lange Strände zum Laufen
Immer mal wieder Felsen am Sandstrand
Strand unterhalb des Aldiana Clubs
Bizarre Formationen am Strand
Nachmittag am Strand
So eine hat mich umgeworfen
Aber es macht Spaß damit zu spielen
Zu klein für Surfer
Lass uns spazieren gehen
Einsame Boje am Strand
Katamarane vom Robinson Club
Wetter dieses Jahr verrückt
Dass es im Winter mehr Regen als sonst gegeben haben muss, fiel uns schon auf der Fahrt vom Flughafen in den Süden auf. Die kargen Berge waren in einen Hauch von Grün (Moose und Flechten) getaucht und es blühten die Pflanzen an allen Ecken und Enden. Die Sonne schien fast täglich und windgeschützt kam man sogar ins Schwitzen. Aber der Wind! Freunde kann ich da nur sagen, die gefühlte Temperatur war ca. 10 °C kälter als die Lufttemperatur und es war daher nicht verwunderlich, dass viele Urlauber in Jacken und langen Hosen selbst am Strand unterwegs waren. Ich selbst bin ja nicht der große Schwimmer, mag aber trotzdem das Meer, solange ich noch den Boden sehen kann. Aber mehr als zweimal war ich nicht im Atlantik – brrrh viel zu kalt.
Bougainvillea in voller Blüte
Hibiskus
Bougainvillea in rot
Steinfrüchte der Dattelpalme
Dattelpalmen unterhalb der Marienstatue
Die könnte Geschichten erzählen
Erdhörnchen lieben Touristen
Verlockend aber frisch
Heute ziemlich leerer Strand
Hotelkomplex vs Kapelle
Kunst im Hinterhof
Felsen und Kakteen
Die Tage verrinnen beim Ausspannen meiner Meinung nach noch schneller als wenn ein oder mehrere Touren geplant sind. Mein Wunsch, dass meine Liebe sich erholt und wieder Kraft schöpfen konnte hat sich jedenfalls zu ca. 80 % erfüllt. Das glückliche Strahlen in ihren Augen ist für mich das Größte und bestätigt mein Motto Morro Jable – what else?