Kos und die drei Inseln

Kos und die drei Inseln

Vor ein paar Jahren hätte ich jeden, der mir gesagt hätte, dass ich so oft nach Kos fahren würde, für verrückt gehalten. Mittlerweile weiß ich, was wir von der Insel, unserem Hotel und den lieb gewonnenen Griechen zu erwarten haben. Man freut sich, uns zu sehen, und gibt uns das Gefühl, willkommen und zu Hause zu sein. Diese Herzlichkeit ist leider heute oft verloren gegangen. Gerade das ist auch einer der Gründe, weshalb es uns hierherzieht. Unser Motto für Kos ist für viele sicher unverständlich, aber wir wollen viel draußen sein, laufen, Rad fahren, gute griechische Küche genießen und uns richtig erholen. Geplant ist nur der Besuch der drei Inseln Pserimos, Plati und Kalymnos, die gegenüber von unserem Strand liegen. Soweit der Plan, aber wie so oft im Leben gibt es Dinge, die nicht planbar sind, oder Dinge, die dazwischenkommen. Sicher ist nur, dass Kos und die drei Inseln ein unvergesslicher Urlaub geworden sind.

Die Anreise eine Herausforderung

Zwei Uhr am Sonntagmorgen klingelt der Wecker. Oft gehe ich erst um diese Zeit zu Bett. Jetzt raus, kurzes Frühstück, Koffer verladen und los zum Flughafen. Überall verschlafene Gesichter, zum Teil mürrisch, und noch ist fast alles geschlossen. Der Flughafen erwacht. Das Gepäck abgeben geht dank Online-Check-In sehr schnell, und die Sicherheitskontrolle haben wir so früh auch gleich erledigt. Pünktlich um 06:10 Uhr heben wir ab und erreichen Kos gegen 10:15 Uhr Ortszeit. Anders als bei unserem ersten und zweiten Besuch haben wir jetzt den ganzen Tag vor uns.

Die ersten Tage Loslassen

Was gibt es Schöneres, als am Meer zu sitzen, dem Rauschen der Wellen zu lauschen und von allem loszulassen? Herrlich, sage ich nur. In der zweiten Nacht zieht eine Gewitterfront über uns hinweg, und es schüttet aus Eimern. Daheim fehlt der Regen noch. Traumhafter Sonnenschein und böiger Wind bestimmen unsere ersten Tage und ich frage mich, ob es zumindest auf dem Meer bis Mitte der Woche ruhiger wird. Es ist einfach nur wunderschön, aber bei dem Wellengang ist erst mal der Ausflug zu den drei Inseln fraglich geworden.

Private Bootstour von Kos zu den drei Inseln

Insel Pserimos

Kurzerhand verschieben wir den Termin um einen Tag. Gleich nach dem Frühstück holt uns ein Fahrer des Tourenanbieters ab und bringt uns zum Yachthafen. Dort wartet Georgios mit dem Schnellboot auf uns. Er und das Boot stehen uns einen Tag zur Verfügung. Wir legen ab und fahren von der Nordostküste der Insel Kos zum ersten Ziel, der Insel Pserimos. Dort steuert unser Skipper in eine traumhafte Lagune mit kristallklarem Wasser – nur für uns. Ich bin kein guter Schwimmer, aber bei dem Anblick hält mich nichts mehr auf dem Boot. Das Meer ist glasklar und das Wasser wärmer als der Pool im Hotel. Abwechselnd gehen wir ins Wasser und genießen die herrliche Landschaft. Weitere Boote treffen ein, halten aber großen Abstand zu uns, da wir als Erstes dort vor Anker gegangen sind. Nach der Abkühlung räumen wir das Areal für die anderen Boote und unser Kapitän steuert an der Küste Pserimos‘ entlang hinüber zu der kleinsten der drei Inseln – Plati.

Insel Plati

Erstes Ziel ist die kleine griechische Kirche Agios Nikolaos (Kapelle des Heiligen Nikolaus, dem Schutzpatron der Seefahrer), die nur per Boot erreichbar ist. Unser Kapitän will dort nicht anlegen, weil 2 Ausflugsschiffe mit einem Heer von Engländern schon vor Anker liegen. Aber wir gehen trotzdem von Bord um uns die Füße zu vertreten und die Kirche zu besuchen. Diese kleine Kapelle in dem typisch griechisch orthodoxen Stil ist reizend aber auch schnell besichtigt. Also machen wir den Berghang unsicher. Diese kleine Insel ist unbewohnt. Im Dodekanischen Meer gelegen, lädt sie aber zum Schwimmen und Schnorcheln oder zum Erkunden ein. Dieses tun wir auch ausgiebig, lauschen dem Gezirpe der Grillen, dem Rauschen der Wellen und des Windes. Nach einer doch längeren Pause holt uns Georgios wieder an Bord und steuert die größte Insel Kalymnos an.

Kalymnos zum Schluss

Der heftige Seegang für uns Landratten ist doch nicht so ganz ohne, aber die Aussicht, Delphine bei den Fischzuchtanlagen auf Kalymnos zu sehen, lässt uns trotz allem weiterfahren. Leider haben wir kein Glück, denn auf den Fischzuchtstationen, wo sonst die Reste ins Meer geschüttet werden, wird gerade nicht geschlachtet.  Das wirkt wie ein Magnet auf Delphine, aber heute wollen sie sich nicht zeigen. Wir brechen die Fahrt und den Tagesausflug ab und fahren direkt nach Kos zurück.

Radeln und Besuch unserer Taverne

Nach diesem wunderschönen Ausflug müssen wir erst einmal die Eindrücke verarbeiten. Die Tour Kos und die drei Inseln stecken uns noch in den Knochen und selbst am nächsten Tag fühlen wir uns beim Betrachten schwankender Boote noch nicht so wohl. Also statten wir unserer Taverne Meltemia mit dem sehr lieben und freundlichen Kellner Dimitris einen Besuch ab. Leckere Cocktails und gutes Essen werden uns immer wieder hierher führen. Das gute Preis-Leistungsverhältnis hat sich mitlerweile schon herumgesprochen. Leider hat die Taverne Ampeli, die wir auch gerne besuchten, aus familiären Gründen geschlossen.

Vorletzter Tag in Kos-Stadt

Der Aufenthalt am Hafen und der quirligen Promenade ist einfach immer wieder schön. Wir treffen auch Luciano, den Kellner aus dem Restaurant Fikos Food & Drinks wieder. Nach einem Bier und einem Snack bummeln wir durch die Altstadt und beobachten das Treiben. Immer wieder unglaublich, was die Leute im Urlaub so alles kaufen. Den Abend lassen wir auf unserer Terrasse beim Sonnenuntergang ausklingen.

Letzter Tag: relaxen, baden und Sonne tanken

Heute lassen wir nur noch die Seele baumeln. Baden im Meer und Pool ist angesagt, wobei das Meer wärmer als der Pool ist. Am Abend vor der Rückreise gönnen wir uns einen Genuss für die Sinne. Wohlschmeckende Gerichte werden uns kredenzt und durch unser lieb gewonnenes Hotelpersonal perfekt begleitet. Wie immer werden wir mit Respekt und Liebe umsorgt. Da fällt der Abschied schwer, aber die Freude auf ein Wiedersehen im Lango Design Hotel & Spa ist groß.

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